Koffeinsucht ist real

Hey Leute,

während ich noch weiter um einen Uniplatz bange, versuche ich wenigstens ein wenig in meinem Leben psychisch als auch physisch aufzuräumen.

In letzter Zeit geht es mir psychisch deutlich besser als noch vor einem halben Jahr, wenn auch die Depression und Ängste weiterhin da sind.

Was ich schon lange angehen wollte ist meine Koffein-/Theobrominsucht. Zwar hat sich mein Kaffeekonsum auf 3 Tassen morgens und 2-3 Tassen Tee nachmittags reduziert, hatte mal eine Phase, wo ich gefühlt literweise Kaffee gesoffen habe, aber mein Theobrominkonsum ist sehr hoch. Ich konsumiere so 100g – 125g dunkle Schokolade (85%) täglich.

Das Gute an Koffein/Theobromin

Koffein hilft mir gegen die bleierne Antriebslosigkeit, Müdigkeit und hat einen gewissen stimmungsaufhellend Effekt. Dunkle Schokolade wirkt deutlich länger angenehm anregend und deutlich stimmungsaufhellend, zumindest bei den Dosen die ich konsumiere.

Schattenseite von Koffein/Theobromin

Aber leider auch Schattenseite: Starke Aufs und Tiefs am Tag, mehr Müdigkeit durch schlechten Schlaf, Nervosität, Reizbarkeit, mehr Ängste, mehr Depression in den “Crash”-Phasen.

Koffein- und Theobrominsucht

Das schlimmste ist die Abhängigkeit. Irgendwann braucht man immer mehr um diesen Kick vom Anfang zu bekommen. Die Dosis die man vorher hatte, reicht gerade dazu aus sich auf das normale Niveau zu bringen. Also entweder man hat eine Dosis mit den positiven und negativen Wirkungen oder man rutscht in die Entzugserscheinungen, die auch sehr unangenehm sind.

Raus aus der Gewohnheit und Sucht

Ich will da endlich von weg kommen konsumieren zu müssen um nicht Entzugserscheinungen zu bekommen und jeden Tag meine Dosis haben zu müssen. Es ist vielleicht auch ein Stück Gewohnheit aber auch eine physische Abhängigkeit.

Habe es mir oft schon vorgenommen aber habe es schnell immer wieder verworfen, der Entzug ist zu ekelhaft und man will ja auch “funktionieren”. Die Antriebslosigkeit, Depression, keinen klaren Gedanken fassen zu können, Müdigkeit und Leere ist echt krass. Man hört über Koffein und Theobromin und seine Nebenwirkungen und Entzugserscheinungen relativ wenig außer man beschäftigt sich mal damit. Liegt wohl daran, dass fast jeder “drauf” ist, gibt gefühlt fast niemanden der KEIN Koffein konsumiert.

Ich habe es auch schon mit sanfteren Alternativen wie Guayusa, Mate oder Tee probiert, was mir zumindest geholfen hat weniger Kaffee zu konsumieren. Damit geht es mir schon mal ein Stück besser als vorher.

Ich werde wohl wieder versuchen etwas von meiner Dosis Stück für Stück runter zu gehen aber ich glaube ich werde wohl nie bei null sein, weil ich diesen Kick gegen die Antriebslosigkeit brauche und ich die Gewohnheit vermissen würde.

Tulpamancen

Würde gerne mit dem Tulpamancen richtig starten, aber habe dafür irgendwie nicht die Geduld und Kapazitäten in meinem Kopf frei. Aber ich bleibe dran und will es auf jeden Fall noch machen.

Passt auf euch auf :)